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Comenius Regio

Comenius

 

Zwischen der Gemeinde Saterland und der polnischen Stadt Sroda Slaska besteht seit 2002 eine Kommunalpartnerschaft, die sich aus einer bereits seit 1997 bestehenden Schulpartnerschaft zwischen dem Schulzentrum Saterland und Schulen der Stadt Sroda Slaska entwickelte.

 

Auf dieser Grundlage entstand der Wunsch, im Rahmen des Comenius Regio-Programms der EU ein gemeinsames Projekt zu erarbeiten mit dem Titel „Prävention von Anfang an“ und dabei gemeinsam Wege zu finden, wie Kinder vom Kindergarten bis zum Schulabschluss besser auf die Gefahren vorbereitet werden können, die ihnen früher oder später begegnen werden. Dazu gehören Erfahrungen von Gewalt, der Umgang mit legalen und illegalen Drogen sowie mit modernen elektronischen Medien, Gefahren im Straßenverkehr und vieles mehr. Thematischer Schwerpunkt sollte dabei der Bereich der Gewalt-und Suchtprävention sein. Unter Federführung der kommunalen Träger beteiligten sich Kindergärten, Schulen, die Polizei und das Oratorium Don Bosco an der Arbeit. Ziel war es, Akteure innerhalb einer Region zu vernetzen und ihre Maßnahmen zum Schutz der Kinder so aufeinander abzustimmen, dass sie wirkungsvoller und nachhaltiger sind.  

 

Bei den Besuchen in den Partnerregionen konnten die Projektteilnehmer durch Einblicke in die schulische Arbeit die Bildungssysteme beider Regionen kennenlernen. Lehrer und pädagogische Mitarbeiter der Kindergärten und Schulen tauschten sich über die unterrichtliche Arbeit aus und entdeckten dabei viele Gemeinsamkeiten, aber auch interessante neue Aspekte, die die eigene Arbeit bereichern können.

 

Bei gemeinsamen Veranstaltungen im Elementarbereich wurden Grundprinzipien gewaltfreier Kommunikation erarbeitet und in praktischen Beispielen erprobt. Im schulischen Bereich wurden Unterrichtskonzepte aus dem Bereich der Sucht-und Gewaltprävention ausgetauscht, verglichen und überarbeitet. In gemeinsamen Seminaren informierten sich Pädagogen aus beiden Regionen über Möglichkeiten umfassender Präventionsarbeit. Bei der praktischen Umsetzung erhielten alle Einrichtungen in beiden Regionen Unterstützung durch die Polizei. In Kindergärten und Schulen der Gemeinde Sroda  Slaska veranstaltete die Kreispolizei z.B. Polizeifeste, in der Grundschule Strücklingen gastierte die Pädagogische Puppenbühne der Polizeidirektion Oldenburg, und im Schulzentrum organisierte die Polizeiinspektion Vechta/Cloppenburg Verkehrs-und Suchtpräventions-wochen.

 

Ziel der Partnerschaft war und ist es, Kindern und Eltern konkrete Hilfen bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation aufzuzeigen. Besondere Bedeutung kam daher der Elternarbeit zu. So wurden in allen beteiligten Einrichtungen Elternabende und Seminare veranstaltet, um Eltern möglichst frühzeitig auf mögliche Gefährdungen ihrer Kinder aufmerksam zu machen und ihnen Hilfsangebote aufzuzeigen, die den Abbau von Erziehungs- und Informationsdefiziten ermöglichen.

 

Die am Projekt beteiligten Einrichtungen jeder Region entwickelten gemeinsam, ausgehend von einer Ist-Analyse, auf der Basis der während der Projektzeit gewonnenen Erkenntnisse ein ganzheitliches Präventionskonzept für alle in den Bildungseinrichtungen vertretenen Altersgruppen. Dabei wurden alle an der Sozialisation und der Erziehung von Kindern und Jugendlichen beteiligten Institutionen einbezogen, um größtmögliche Wirkung und Nachhaltigkeit zu erzielen.

 

Die in der jeweiligen Region vorhandenen Hilfsangebote wurden in einer Broschüre zusammengestellt, damit Eltern in schwierigen Situationen schnell und einfach Unterstützung finden können. Diese Broschüre ist auch über Links auf den Webseiten der jeweiligen Projektpartner erhältlich.

 

Um Nachhaltigkeit zu gewährleisten, ist geplant, in den beteiligten Regionen weitere Partner     (z. B. Sportvereine, Jugendfeuerwehr, weitere Kindergärten und Schulen) in die Arbeit einzubeziehen. Die entwickelten Materialien sollen in Form von Handreichungen an andere, nicht am Projekt beteiligte Einrichtungen weitergegeben werden. Außerdem soll es auch zukünftig einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch über Internet und durch Hospitationen geben.                 

 

                               

 

 

  NWZ-Online berichtet:

 

NWZ-Online 28.04.2010: Gemeinde beteiligt sich an EU-Projekt

 

NWZ-Online 05.10.2011: Saterland setzt auf Austausch mit Polen

 

NWZ-Online 13.02.2012: Präventionsarbeit geht in die nächste Runde

 

NWZ-Online 17.03.2012: Hinter jedem Streit steckt ein Bedürfnis (Kindergarten St. Georg)

 

NWZ-Online 25.04.2012: Warum NEIN-Sagen lebenswichtig ist (Marienschule Strücklingen)

 

NWZ-Online 10.05.2012: Theaterstück soll Kindern den Rücken stärken (Marienschule Strücklingen)

 

NWZ-Online 07.06.2012: Auf dem Stundenplan: Zirkusunterricht (Kindergarten St. Georg, Marienschule Strücklingen)

 

NWZ-Online 08.06.2012: Polizei bittet Schüler zur Alkoholkontrolle (Schulzentrum Saterland)

 

NWZ-Online 12.06.2012: Manege frei für akrobatische Höchstleistungen (Kindergarten St. Georg, Marienschule Strücklingen)

 

NWZ-Online 21.07.2012: Schülerin entwirft Logo (Marienschule Strücklingen)

 

NWZ-Online 25.10.2012: Antonias Logo ziert Broschüre (Marienschule Strücklingen)

 

NWZ-Online 21.03.2013: Informiert und gewählt (Polizei CLP/VEC, Gemeinde Saterland)

 

NWZ-Online 22.04.2013: Arbeitstreffen in Polen (Schulzentrum Saterland)

 

NWZ-Online 10.05.2013: Grundschüler stärken ihr Selbstvertrauen (Marienschule Strücklingen)

 

NWZ-Online 27.06.2013: Intensive Partnerschaft soll nicht enden - Mitmachzirkus Zapp-Zarap

 

NWZ-Online 19.09.2013: Schüler beschäftigen sich mit Gefahren von Drogen (Schulzentrum Saterland)