Marienschule bis 2015

1951 – Neubau und Einweihung der Marienschule

An der Jahnstraße 1 in Strücklingen entsteht 1951 ein neues Schulgebäude. Aufgrund der stetig wachsenden Schülerzahlen und des gleichzeitig bestehenden Mangels an Lehrerwohnungen wird der Neubau dringend erforderlich.

Am 29. November 1951 wird das neue Schulgebäude feierlich durch Pfarrer Albers eingeweiht. Die Schule erhält den Namen „Marienschule“.

Das ebenerdige Schulgebäude verfügt zunächst über vier Klassenräume. Im Obergeschoss befinden sich ein Handarbeitsraum sowie mehrere Wohnungen, die den Lehrkräften und dem Hausmeister zur Verfügung stehen. Zur damaligen Ausstattung gehören außerdem ein Duschraum, ein Wannenbad und eine Toilette für die Kinder.

 

Insgesamt umfasst das Gebäude:

  • vier Klassenräume im Erdgeschoss

  • einen Handarbeitsraum im Obergeschoss

  • einen Duschraum

  • ein Wannenbad

  • eine Toilette für die Kinder

  • zwei Wohnungen für Lehrerfamilien

  • eine Wohnung für den Hausmeister

  • eine Wohnung für einen Junglehrer

 

Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf 240.000 DM.

Mit dem neuen Schulgebäude beginnt ein bedeutender Abschnitt in der Geschichte der Marienschule Strücklingen. Das Gebäude bildet über Jahrzehnte die Grundlage für die weitere Entwicklung und den Ausbau der Schule.

Historische Ansicht 1951

Stimmen zur Einweihung

 

Auch die damalige Presse berichtete über die Einweihung und die Besichtigung des neuen Schulgebäudes. Die Begeisterung über die modernen und großzügigen Räumlichkeiten wird in einem Zeitungsbericht besonders anschaulich:

 

„Strücklingen: Großbetrieb herrschte am Sonntag in der neuen Strücklinger Volksschule, die von der Gemeinde zur Besichtigung freigegeben war. Der allgemeine Eindruck wurde wohl am treffendsten von einem alten Mütterchen wiedergegeben, die da meinte:

‚Wir sind alle zu früh geboren, in so mojen Klassenzimmern möchte ich auch wohl einige Jahre wieder in die Schule gehen.‘

 

Die Worte der älteren Besucherin vermitteln eindrucksvoll, welchen Eindruck das neue Schulgebäude auf die Bevölkerung machte. Die hellen, modernen Klassenzimmer wurden als großer Fortschritt empfunden und waren Ausdruck einer Zeit, in der sich auch die schulischen Bedingungen deutlich verbesserten.

Historische Ansicht 1951
Rückwärtige Ansicht der Marienschule mit dem davorliegenden Apfelgarten

1974 – Umwandlung zur Grundschule

1974 wird die katholische Volksschule Strücklingen in eine Grundschule umgewandelt. Bereits seit 1970 besuchen die Schülerinnen und Schüler ab dem 5. Schuljahr das Schulzentrum in Ramsloh. Damit konzentriert sich der Unterricht in Strücklingen auf die Grundschulzeit.

 

1981 – Großer Erweiterungsbau

1981 erhält die Marienschule einen großzügigen Erweiterungsbau auf der nördlichen Seite zum Fußballplatz hin. Durch den Neubau wird die bisherige Ansicht des Schulgebäudes weitgehend verdeckt und der Altbau von 1951 tritt optisch in den Hintergrund.

Der Erweiterungsbau schafft vier zusätzliche Klassenräume, einen Musikraum, eine kleine Aula mit Malereien von Christel Crone sowie einen Gruppenraum. Damit verfügt die Schule nun über insgesamt acht Klassenräume und deutlich verbesserte räumliche Möglichkeiten für Unterricht und Schulleben.

 

1990/1991 – Wechsel in der Schulleitung

Nach vielen Jahren an der Spitze der Schule gibt Oskar Wilhelm Büchel die Schulleitung ab. Im Schuljahr 1990/1991 übernimmt Johanna Schulte die Leitung der Marienschule.

 

1996 – Weitere Umbaumaßnahmen

1996 erfolgen umfangreiche Umbaumaßnahmen im Schulgebäude. Das Lehrerzimmer und das darin integrierte Schulleiterzimmer, die sich bis dahin im Altbau von 1951 befinden, werden in den Erweiterungsbau von 1981 verlegt.

Dafür wird ein bestehender Klassenraum aufgelöst und durch zusätzliche Wände eine neue Raumaufteilung geschaffen. Es entstehen ein Lehrerzimmer mit angrenzender Teeküche, ein separates Schulleiterzimmer, ein Krankenzimmer sowie ein Kopierraum. Zusätzlich werden eigene sanitäre Anlagen für das Lehrerkollegium eingerichtet.

Das bisherige Lehrerzimmer im Altbau wird anschließend zu einem weiteren Klassenraum umgebaut. Damit stehen der Schule erneut zusätzliche Unterrichtsräume zur Verfügung.

 

1997 – Neugestaltung des Außengeländes

Im November 1997 wird das Außengelände der Marienschule nach den Vorstellungen der Papenburger „Holunderschule“ neu bepflanzt.

An der Gestaltung beteiligen sich Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte gemeinsam. Durch die gemeinsame Arbeit entsteht ein naturnah gestaltetes Schulgelände, das den Kindern vielfältige Möglichkeiten für Spiel, Bewegung und Naturerfahrungen bietet.

 

2001/2002 – Neuer Computerraum

Zum Schuljahr 2001/2002 kann der neue Computerraum im Obergeschoss bezogen werden. Zunächst stehen 16 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die technische Ausstattung wird im Rahmen der Initiative „n-21: Schulen ans Netz“ ermöglicht.

In den folgenden Jahren wird der angrenzende Bodenraum in Eigenarbeit von Eltern und dem Vorstand des Freundeskreises weiter ausgebaut und für die schulische Nutzung hergerichtet. Dadurch kann der Computerraum erweitert und die Zahl der Arbeitsplätze auf insgesamt 20 erhöht werden.

Mit dem neuen Computerraum hält die digitale Bildung zunehmend Einzug in den Schulalltag der Marienschule.

 

2002 – Start der Zirkusarbeit

2002 startet an der Marienschule Strücklingen das Projekt „Zirkusprojekt gegen Sucht“. Initiiert wird das Projekt von der Fachstelle für Suchtprävention der Edith-Stein-Stiftung in Cloppenburg, die die Zirkusarbeit im ersten Jahr begleitet.

Die Zirkusarbeit erhält einen festen Platz im Schulleben der Marienschule. Seitdem üben und proben die Kinder der 4. Klassen einmal wöchentlich im Rahmen einer AG-Stunde und bereiten sich mit viel Freude und Engagement auf ihre große Aufführung vor.

Kurz vor den Sommerferien heißt es dann: Manege frei! In der Turnhalle präsentieren die Kinder vor einem begeisterten Publikum ihr Können. Sie jonglieren, zeigen Akrobatik, begeistern mit Clownsnummern, fahren Einrad und präsentieren viele weitere Zirkusnummern.

Die Zirkusarbeit verbindet Bewegung, Kreativität und Gemeinschaft und wird über die Jahre zu einem festen und beliebten Bestandteil des Schullebens.

 

2002/2003 – Einführung der Verlässlichen Grundschule

Mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 wird an der Marienschule die „Verlässliche Grundschule“ (VGS) eingeführt.

Damit erhalten alle Schülerinnen und Schüler verlässliche Unterrichts- und Betreuungszeiten von 7.45 Uhr bis 12.40 Uhr. Die verbindlichen Zeiten gewährleisten eine zuverlässige Betreuung und ermöglichen den Familien eine bessere Planbarkeit des Schulalltags.

 

2003/2004 – Regionales Integrationskonzept

Am 11. November 2002 stellt die Schule auf Vorschlag der Gesamtkonferenz beim Schulträger, der Gemeinde, den Antrag, am Schulversuch „Regionales Integrationskonzept“ teilzunehmen.

Mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 wird das Konzept an der Marienschule umgesetzt. Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich Lernen werden nun integrativ an der Grundschule beschult.

Im Rahmen der sonderpädagogischen Grundversorgung stehen dafür zwei Förderschullehrkräfte mit insgesamt 16 Wochenstunden zusätzlich zur Verfügung. Damit entwickelt die Marienschule ihre Arbeit im Bereich der gemeinsamen Beschulung weiter.

 

2011 – Mitmachzirkus Zappzarap

2011 gastiert zum ersten Mal der Mitmachzirkus Zappzarap eine ganze Woche lang an der Marienschule Strücklingen.

Alle Schülerinnen und Schüler nehmen aktiv an dem pädagogisch begleiteten Zirkusprojekt teil. Sie schlüpfen in die Rollen von Akrobaten, Jongleuren, Clowns und Artisten und sammeln dabei vielfältige neue Erfahrungen.

Im Mittelpunkt stehen neben dem Spaß an der Zirkusatmosphäre insbesondere die persönliche, soziale und motorische Entwicklung der Kinder. Die gemeinsame Arbeit stärkt Selbstvertrauen, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Eine Woche lang heißt es an der Marienschule: Manege frei!

 

2012/2013 – Einführung der Ganztagsschule

Mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 wird die Marienschule an vier Tagen in der Woche zur offenen Ganztagsschule.

Für den Ganztagsbetrieb wird eine Mensa mit 42 Sitzplätzen sowie eine Ausgabeküche errichtet. Das neue Angebot wird von etwa der Hälfte der Schülerinnen und Schüler an einem oder mehreren Tagen pro Woche genutzt.

Der Ganztagsbetrieb endet um 15.15 Uhr und erweitert damit die Möglichkeiten der Betreuung und des gemeinsamen Lernens über den regulären Unterricht hinaus.

 

2013/2014 – Einführung der inklusiven Schule

Im Schuljahr 2013/2014 beginnt an der Marienschule die Einführung der inklusiven Schule.

Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich Lernen verbleiben an der Grundschule und werden dort inklusiv beschult. Darüber hinaus können auch Kinder mit Unterstützungsbedarf in den Bereichen Hören, Sehen, sozial-emotionale Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung auf Wunsch ihrer Eltern die Marienschule besuchen.

Bei der Einschulung haben Eltern grundsätzlich die Möglichkeit, zwischen der Grundschule und einer Förderschule mit dem entsprechenden Förderschwerpunkt zu wählen.

Mit der Einführung der inklusiven Schule wird der Gedanke des gemeinsamen Lernens weiterentwickelt. Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Unterstützungsbedarfen erhalten die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen und am Schulleben teilzunehmen.

 

2014/2015 – Wechsel in der Schulleitung

Nach 24 Jahren an der Spitze der Marienschule gibt Johanna Schulte im Schuljahr 2014/2015 die Schulleitung ab.

Von 1990 bis 2014 hat sie die Entwicklung der Schule maßgeblich begleitet und geprägt. Ihre Nachfolgerin wird Monika Olling, die im Schuljahr 2014/2015 die Leitung der Marienschule übernimmt.

 

2014 – EU-Schulprogramm Niedersachsen

2014 startet an der Marienschule das EU-Schulprogramm Niedersachsen für Schulen. An drei Tagen in der Woche – dienstags, mittwochs und donnerstags – erhalten alle Kinder kostenlos eine Portion von etwa 85 bis 100 g saisonal frischem, überwiegend regional erzeugtem Obst oder Gemüse.

Mit der Teilnahme am niedersächsischen EU-Schulprogramm soll den Kindern gezeigt werden, wie lecker und vielfältig Obst und Gemüse sein können. Je früher Kinder diese positiven Erfahrungen sammeln, desto größer ist die Chance, dass Obst und Gemüse ganz selbstverständlich und dauerhaft zu ihrem Speiseplan gehören.

Aus diesem Grund unterstützt die Europäische Union (EU) die Durchführung von Schulprogrammen in den Mitgliedstaaten. Die Marienschule leistet damit einen wichtigen Beitrag, eine ausgewogene Ernährung frühzeitig im Alltag der Kinder zu verankern.

 

2014 – Sportfreundliche Schule

Die Schule erhält am 05.12.2014 zum ersten Mal die Zertifizierung Sportfreundliche Schule vom Landessportbund Niedersachsen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium.

 

2014 – Seelterfräiske Skoule

Die Marienschule wird am 21.12.2014 zum ersten Mal als Seelterfräiske Skoule vom Niedersächsischen Kultusministerium ausgezeichnet.

 

2015 und 2019 – Zirkus Eldorado

2015 und erneut 2019 heißt es an der Marienschule Strücklingen: Manege frei!

Der Zirkus Eldorado gastiert jeweils für eine Woche an der Schule und verwandelt das Schulgelände in eine bunte Zirkuswelt. Die Schülerinnen und Schüler erleben den Zirkus nicht nur als Zuschauer, sondern werden selbst zu kleinen Artistinnen und Artisten.

Mit Begeisterung und Mut probieren sie unterschiedliche Zirkusdisziplinen aus, trainieren gemeinsam und entdecken dabei neue Fähigkeiten. Die intensive gemeinsame Arbeit stärkt das Selbstvertrauen und den Zusammenhalt.

Den Höhepunkt bildet jeweils die große Aufführung vor Eltern, Familien und Freunden. Mit Stolz präsentieren die Kinder, was sie in der Zirkuswoche gelernt und gemeinsam einstudiert haben.

Zirkus Eldorado