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Aktuelle Regeln nach den jüngsten Beschlüssen des Bundestages

26.04.2021

Sehr geehrte Eltern,

sehr geehrte Erziehungsberechtigte,


sicher haben Sie die Debatte um eine bundesweite „Notbremse“ in den Medien verfolgt. Gerne möchte ich Sie informieren, welche Auswirkungen die dort formulierten Regelungen für die Schulen in Niedersachsen haben. Ich kann Ihnen dazu - Stand heute - folgendes mitteilen: Die gestern vom Bundestag verabschiedete Änderung des Infektionsschutz-gesetzes sieht eine strengere Regelung für die Jahrgänge 1 bis 3 des Primarbereichs vor, als sie bisher in Niedersachsen angewendet wird. Da wir an diese Gesetzgebung gebunden sind, sie allenfalls verschärfen, aber nicht eigenmächtig lockern dürfen, bedeutet das ab Montag folgendes:


Wenn in einem Landkreis (bzw. Region, kreisfreie Stadt) an drei aufeinanderfolgenden Tagen der Inzidenzwert von 165 überschritten wird, wechseln die Jahrgänge 1 bis 3 der Grund- und Förderschulen ins Distanzlernen (Szenario C). Eine Notbetreuung wird wie gewohnt angeboten.

 

Bitte beachten Sie, dass zukünftig bundesweit einheitlich die Werte des RKI ausschlaggebend sein werden. Sie finden sie unter www.rki.de/inzidenzen. Ein Szenarienwechsel erfolgt durch Allgemeinverfügung des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt, wenn der Grenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten bzw. an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird. Es bleibt dabei, dass die zuständigen Behörden vor Ort strengere Maßnahmen erlassen können, wenn es aus ihrer Sicht notwendig erscheint.


Wir behalten in Niedersachsen unsere Linie grundsätzlich bei und gehen wie geplant einen Schritt nach dem anderen. Das bedeutet: Wir werten die regelmäßigen Testungen aus, um datenbasiert entscheiden zu können, welche Perspektiven sich durch diesen zusätzlichen Baustein des Infektionsschutzes für eine Ausweitung des Präsenzunterrichts ergeben. Es gilt auch weiterhin, umsichtig und überlegt vorzugehen. Dabei bleibt es unser erklärtes Ziel, so schnell wie möglich und verantwortbar wieder mehr gemeinsames Lernen für alle Schülerinnen und Schüler anbieten zu können. Darauf fokussieren wir alle unsere Anstrengungen und ich bin sehr froh, Sie als Eltern dabei an unserer Seite zu wissen.


In den letzten Wochen hat der Versand von Testkits, die vor der Verteilung erst aus Einzelkomponenten zusammengestellt werden mussten, quer durch alle Schulformen für großen Unmut gesorgt. Ich habe Verständnis für diesen Ärger und bedauere die zusätzliche Belastung dieser Schulen.


Im Logistikzentrum Niedersachsen muss die immense Herausforderung bewältigt werden, wöchentlich mehrere Millionen Testkits umzuschlagen. Hier müssen oftmals sehr schnelle und sehr pragmatische Entscheidungen getroffen werden, um rechtzeitig Tests in ausreichender Menge an die Schulen zu bringen. Ich bitte Sie deshalb herzlich um Verständnis und eine gewisse Nachsicht, wenn die Umsetzung aus Ihrer Sicht verbesserungswürdig erscheint. Uns wurde von den verantwortlichen Stellen zugesichert, dass die Belieferung mit Einzelkomponenten in Großpackungen in der kommenden Woche ausläuft und keine weiteren Bestellungen dieser Art für Schulen vorgesehen sind. Lieferengpässe, nicht eingehaltene Herstellerzusagen und Schwierigkeiten bei der Zollabwicklung können allerdings auch weiterhin für Schwierigkeiten sorgen, das liegt nicht in unserer Hand.


Über die Auswertung der Testungen und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen beraten wir kurzfristig auf allen Ebenen und informieren Sie wie gewohnt zeitnah über die Ergebnisse. Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute, bleiben Sie bitte gesund!


Mit freundlichen Grüßen

Grant H. Tonne